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Kraftwerk / MVA / Windenergie

 
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   Zwei neue KraftwerkeZwei neue KraftwerkeZwei neue Kraftwerke  [2009-10-29 14:26]
"Verschmutzung hoch 2"

Ab dem 10. November 2009 lädt das Regierungspräsidium die Bürger zur Erörterung des geplanten Kohlekraftwerkes Block 6 nach Großkrotzenburg. Hinter den Kulissen geht die Energiewirtschaftsplanung der Hessischen Landesregierung und des E.ON-Konzerns längst weiter. Die Landesregierung plant schon ein weiteres Kohlkraftwerk (Block 7) neben dem Block 6 ebenfalls am E.ON Standort in Großkrotzenburg. Damit würde der Raum Hanau zum Zentrum der Luftverschmutzung in Hessen. Die Landesregierung widerspricht sich damit selbst, denn im Landesentwicklungsplan Hessen erkennt sie, daß die Grenzen der Belastung überschritten sind und stellt Forderungen zur Verbesserung der Luftqualität auf. Auch die Planungen der Stadt Hanau gehen von gesunden Wohnbedingungen und einem Rückbau des Kraftwerks Staudinger nach dem Abschalten der alten Blöcke 1 und 3 aus.

 

Auch die derzeit zur Bürgerbeteiligung offenliegenden Entwürfe des Regionalplanes Südhessen und des Regionalen Flächennutzungsplanes sehen eine Erweiterung des Kraftwerkes Staudinger vor. Rechtsanwalt Matthias Möller-Meinecke, der die Stadt Hanau im Genehmigungsverfahren zu Staudinger vertritt, hat den Bürgern der Region auf der Homepage (www.Kraftwerke.Moeller-Meinecke.de/ ...) eine einfache Möglichkeit eröffnet, den zuständigen Stellen per E-Mail vorformulierte Einwendungen gegen diese Kraftwerksplanung und die Umweltverschmutzung zu übermitteln. Die Frist für Einwendungen läuft bald ab. Fristablauf zum Regionalen Flächennutzungsplan ist der 2. November und zum Regionalplan der 16. November 2009.

Im Klimaschutzprogramm finden die Gegner der Kohleverbrennung aber auch neue Munition. Daß ein Gaskraftwerk für E.ON eine zumutbare Alternative zum Kohleblock 6 ist, belegt sich aus der Planung der Landesregierung eines weiteren Gaskraftwerkes (Block 8) mit 600 MW am gleichen Standort.

Dazu im Detail:

Das Hessische Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat ein "integriertes Klimaschutzprogramm Hessen (InKlim 2012)" entwickelt und auf der Homepage des Landesamtes für Umwelt publiziert (http://klimawandel.hlug.de/ ... ). Das Klimaschutzprogramm Hessen soll "pragmatische Ziele für einen hessischen Beitrag zur Erfüllung der Treibhausgasminderungen nach Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch den Bundestag benennen." In den integrierten Szenarioanalysen des Programmes führt die Landesregierung zum Kraftwerksbedarf nach einer Abschaltung des AKW Biblis aus:

"Sieht man von dem durch die energie- und umweltpolitischen Vorgaben (Erneuerbare Energien Gesetz, CO2-Zertifikatehandel) bestimmten Ausbau von Windkraft-, Photovoltaik- und Biomasse-Anlagen ab, so wird der verbleibende Kapazitätsbedarf im Wesentlichen durch den Zubau von Steinkohlekraftwerken sowie zum Ende des Betrachtungszeitraumes durch den Ersatz von älteren Heizkraftwerken durch neue Erdgas- bzw. Biomasse-KWK-Anlagen gedeckt. Die Netto-Engpassleistung des Kraftwerksparks in Hessen fällt von rund 6,0 GW im Jahr 2002 (vgl. Abbildung 25) über 5,3 GW im Jahr 2012 auf 4,7 GW im Jahr 2020. Der Grund für den Rückgang der Kapazität ist die Außerbetriebnahme der Kernkraftblöcke in Biblis, sowie älterer Steinkohleblöcke am Standort Großkrotzenburg. Die Blöcke 1, 2 und 3 gehen voraussichtlich im Jahr 2012 außer Betrieb. Wie in Abbildung 25 ersichtlich ist, stehen dem Abbau Neubaukapazitäten am selbigen Kraftwerksstandort gegenüber. Im Jahr 2012 geht ein Steinkohleblock 6 (800 MW) ans Netz und nach dem Rückbau der Blöcke 1-3 wird im Zeitraum 2015-2020 ein weiterer Steinkohleblock 7 folgen. Außerdem ist ein Erdgas Neubau im Jahr 2012 erforderlich."

Von RA Matthias Möller-Meinecke


Bitte besuchen Sie auch die Hauptseiten: www.Moeller-Meinecke.de und www.EDIFICIA.de

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